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Sonntag, 02. Oktober 2011 um 20:57 Uhr |
Bis in die heutige Zeit spielt die Vorstellung, der Mensch besitzt eine Seele, eine große Rolle für die Religionen, aber auch für esoterische Zirkel aller Art. Wird aber danach gefragt, woher der Seelenglauben kommt, sind meistens keine Antworten zu finden. Paul Lafargue hat in seinem Buch „Die Seele. Entstehung und Entwicklung eines Begriffs“ versucht, den Entwicklungsgang des Seelenglaubens nachzuzeichnen. Wer denkt, der Mensch habe schon immer an die Existenz einer Seele geglaubt, wird sich enttäuscht sehen. Lafargue weist nach, dass man den Seelenglauben zwar bereits bei den Urvölkern finden konnte, dass dieser aber im Laufe der Zeit verschwand, um dann Wiederauferstehung zu feiern.
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Sonntag, 08. Februar 2009 um 12:35 Uhr |
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 Eine Buchverfilmung beurteilen, ohne das Buch gelesen zu, könnte problematisch sein. Aber der Film ist eine eigene Kunstform und hat damit auch einen eigenen Inhalt. Man kann beurteilen, ob ein Film gelungen ist oder nicht, auch wenn man die eigentliche Grundlage nicht kennt. In dem vorliegenden Fall muss man das auch machen, weil der Film „ Der Baader-Meinhof Komplex“ für den Schulunterricht angepriesen wird.
Der Film, der uns jetzt in den Kinos näher gebracht wird, führt uns ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte vor Augen. Diesmal handelt es sich nicht um das Dritte Reich oder die DDR, sondern um Geschehnisse in der BRD der 60er und 70er Jahre. Der Film soll den Zuschauer nicht nur schockieren, sondern, wie es in den Unterrichtsmaterialien heißt, mit dem Mythos aufräumen, der um der Baader-Meinhof-Gruppe bestanden haben soll. Um die Scheinheiligkeit der scheinbar revolutionären Ziele zu zeigen, wird dem Zuschauer die Brutalität der Morde, die Kaltblütigkeit des Mordens, das äußerst autoritäre Auftreten einiger Gruppenmitglieder und ihre Vorliebe für schnelle und luxoriöse Autos vor Augen geführt.
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Freitag, 14. November 2008 um 11:02 Uhr |
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Die seit einigen Jahren laufende Diskussion, ob man wieder Eliten bräuchte und was von der Politik mit einem klaren Ja beantwortet wird, hat jetzt zu einer sehr interessanten Buchveröffentlichung geführt. Im Verlag Hoffmann und Campe erschien das Buch von Julia Friedrichs „Gestatten: Elite. Auf den Spuren der Mächtigen von morgen“.
Sehr engagiert recherchiert die Autorin, besucht die Elite-Schulen und redet mit den Schülern und Studenten. Sie gibt einen Einblick in die Welt derer, die gern zu den Eliten von morgen gehören wollen, von derem Denken und ihren Zielen. Sie vermeidet aber, die kritische Betrachtung zu vernachlässigen und alles mit der rosa-roten Brille zu beschreiben. Die Kritik, die die Autorin übt, scheint nach dem Erlebten wohl begründet und fundiert zu sein. Sie räumt auf mit dem Mythos, wer nur fleißig genug ist, könne es bis in die Spitzen von Politik und vor allem von der Wirtschaft schaffen. Ihr Stil zu Schreiben ist sehr lebendig, was die einzelnen Erlebnisse nachfühlbar macht, und er fesselt den Leser.
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Freitag, 14. November 2008 um 09:21 Uhr |
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In der politischen Bildung lernt man, die DDR war nicht demokratisch. Die Bürger hatten keine Möglichkeit, die Politiker auszusuchen; sie wurden ihnen von der SED vorgesetzt. Man lernt, dass es keine unabhängige Rechtsprechung gab. Es gab keine unabhängigen Medien und keine unabhängige Wissenschaft. Das alles mag stimmen. Was wäre aber, wenn man all das auch vom politischen System der BRD sagen könnte?
Hans Herbert von Arnim, Professor für Steuer- und Finanzrecht, hat in diesem Jahr sein neues Buch vorgestellt: „Die Deutschlandakte. Was Politiker und Wirtschaftsbosse unserem Land antun“. Es ist nicht das einzige seiner Bücher über das deutsche politische System. Viele hat er geschrieben und die meisten haben für große Aufregung gesorgt, weil sie Mißstände schonungslos aufzeigen. Unbeabsichtigt zeichnet er dem Leser ein Bild vom politischen System Deutschlands, dass Zweifel aufkommen läßt, ob man in Deutschland eigentlich noch in einer Demokratie lebt. Es ist unbeabsichtigt, weil sich von Arnim zur Demokratie bekennt und das deutsche politische System lediglich für nur reformbedürftig hält. |
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