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Inland
Scheinbare Demokraten - DDR-Dissidenten heute - ein Beispiel PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 19. Oktober 2011 um 14:44 Uhr

Im Laufe der Zeit zeigt sich immer wieder, dass die Aufarbeitung der DDR-Geschichte die wunderbarsten Dinge zum Vorschein bringt. Eines der jüngeren Beispiele ist der Fall der Redaktion der „Blicklicht“, einer kleinen Cottbuser Kulturzeitschrift. Hin und wieder erscheinen in dieser Zeitschrift Artikel, Interviews und Leserbriefe, die sich ablehnend zur DDR und ihrer Staatssicherheit beziehen. Die Mitglieder der Blicklicht-Redaktion führen einen Kampf der Demokratie gegen die Diktatur, sofern es gegen die DDR geht, doch zeigt jüngster Fall, was ihr Demokratieverständnis ist. Es wird dann schon mal die Forderung nach einer Gesinnungsjustiz laut.

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Der kopflose Widerstand PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 02. Oktober 2011 um 21:10 Uhr

In der letzten Blicklicht (Ausgabe 06-11) rezensierte zorro das Büchlein „Der kommende Aufstand“ und eigentlich wäre dieser Rezension nicht viel hinzu zu fügen, hätten nicht bereits deutsche Linke versucht, den Inhalt in die Tat umzusetzen. Wie vielleicht einigen Lesern bekannt sein dürfte, haben einige Unbekannte auf Indymedia ein Bekennerschreiben[1] veröffentlicht, in dem sie sich zu Brandanschlägen auf die Berliner S-Bahn bekennen. Der Inhalt des Bekennerschreibens gleicht in erstaunlicher Weise dem „kommenden Aufstand“. Hinzu kommt, dass es in der deutschen Linken scheinbar einen immer stärker werdenden Flügel gibt, der sich offen zu militanten Aktionen bekennt; eine der Wortführerinnen ist die ehemalige RAF-Terroristin Inge Viett, die sich diesbezüglich in der jungen Welt und auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz äußerte. Aus eben diesem Anlass sollte eine allgemeinere Auseinandersetzung mit diesem Buch stattfinden, aber dieses Buch steht nur stellvertretend für die gesamte politische Richtung.

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In antifaschistischer Tradition PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 12. November 2009 um 20:44 Uhr

In der Novemberausgabe der „Blicklicht“ hat die Cottbusser Antifa einen kurzen, einleitenden Artikel über den Umgang der DDR mit dem deutschen Faschismus veröffentlicht. Die Stoßrichtung des Artikels geht eindeutig in die Richtung, der DDR zu unterstellen, sie wäre nicht antifaschistisch gewesen. Diese Argumentation ist nicht neu und wird unter Linken noch oft benutzt, auch wenn sie nicht sonderlich stichhaltig ist. Weil sich die Antifa oft nicht die Mühe macht, historische Themen gründlich zu recherchieren, lässt sie sich leider als Multiplikator für antisozialistische und antikommunistische Vorurteile benutzen. Auch wenn sie es nicht wirklich wollen, tragen sie dazu bei, Ruhm und Ehre derjenigen zu schmälern, die in Spanien mit der Waffe in der Hand gegen den Faschismus kämpften oder der in deutschen Gefängnissen und Konzentrationslagern wegen antifaschistischer Arbeit inhaftierten, gefolterten und ermordeten Personen. Denn sie waren es, die sich daran machten, die DDR aufzubauen. Indem man mangelnden Antifaschismus in der DDR ausmachen will, führt man den Effekt herbei, dass der Blick von der BRD-Geschichte abgelenkt wird. Man wirft der DDR vor, NS-Verbrecher versteckt zu haben und bleibt die Beweise schuldig, und man lenkt davon ab, dass dies in der BRD offizielle Politik war.

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