Im Laufe der Zeit zeigt sich immer wieder, dass die Aufarbeitung der DDR-Geschichte die wunderbarsten Dinge zum Vorschein bringt. Eines der jüngeren Beispiele ist der Fall der Redaktion der „Blicklicht“, einer kleinen Cottbuser Kulturzeitschrift. Hin und wieder erscheinen in dieser Zeitschrift Artikel, Interviews und Leserbriefe, die sich ablehnend zur DDR und ihrer Staatssicherheit beziehen. Die Mitglieder der Blicklicht-Redaktion führen einen Kampf der Demokratie gegen die Diktatur, sofern es gegen die DDR geht, doch zeigt jüngster Fall, was ihr Demokratieverständnis ist. Es wird dann schon mal die Forderung nach einer Gesinnungsjustiz laut.
Die Nichtregierungsorganisation (NGO) foodwatch hat erneut ein Lebensmittelprodukt entdeckt, dass für die Gesundheit der Konsumenten von Nachteil sein kann. So hat der französische Käsemulti Bongrani, der u.a. Géramont, Fol Epi und Bresso produziert, ein neues Produkt im Angebot: „Saint Albray Klosterkäse“ mit „essbarer Rinde“. Wissenschaftliche Institutionen raten jedoch vom Verzehr solcher Rinde ab, da gesundheitliche Beeinträchtigungen möglich sind.
In der letzten Blicklicht (Ausgabe 06-11) rezensierte zorro das Büchlein „Der kommende Aufstand“ und eigentlich wäre dieser Rezension nicht viel hinzu zu fügen, hätten nicht bereits deutsche Linke versucht, den Inhalt in die Tat umzusetzen. Wie vielleicht einigen Lesern bekannt sein dürfte, haben einige Unbekannte auf Indymedia ein Bekennerschreiben[1] veröffentlicht, in dem sie sich zu Brandanschlägen auf die Berliner S-Bahn bekennen. Der Inhalt des Bekennerschreibens gleicht in erstaunlicher Weise dem „kommenden Aufstand“. Hinzu kommt, dass es in der deutschen Linken scheinbar einen immer stärker werdenden Flügel gibt, der sich offen zu militanten Aktionen bekennt; eine der Wortführerinnen ist die ehemalige RAF-Terroristin IngeViett, die sich diesbezüglich in der jungenWelt und auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz äußerte. Aus eben diesem Anlass sollte eine allgemeinere Auseinandersetzung mit diesem Buch stattfinden, aber dieses Buch steht nur stellvertretend für die gesamte politische Richtung.
Bis in die heutige Zeit spielt die Vorstellung, der Mensch besitzt eine Seele, eine große Rolle für die Religionen, aber auch für esoterische Zirkel aller Art. Wird aber danach gefragt, woher der Seelenglauben kommt, sind meistens keine Antworten zu finden. Paul Lafargue hat in seinem Buch „Die Seele. Entstehung und Entwicklung eines Begriffs“ versucht, den Entwicklungsgang des Seelenglaubens nachzuzeichnen. Wer denkt, der Mensch habe schon immer an die Existenz einer Seele geglaubt, wird sich enttäuscht sehen. Lafargue weist nach, dass man den Seelenglauben zwar bereits bei den Urvölkern finden konnte, dass dieser aber im Laufe der Zeit verschwand, um dann Wiederauferstehung zu feiern.
In der Novemberausgabe der „Blicklicht“ hat die Cottbusser Antifa einen kurzen, einleitenden Artikel über den Umgang der DDR mit dem deutschen Faschismus veröffentlicht. Die Stoßrichtung des Artikels geht eindeutig in die Richtung, der DDR zu unterstellen, sie wäre nicht antifaschistisch gewesen. Diese Argumentation ist nicht neu und wird unter Linken noch oft benutzt, auch wenn sie nicht sonderlich stichhaltig ist. Weil sich die Antifa oft nicht die Mühe macht, historische Themen gründlich zu recherchieren, lässt sie sich leider als Multiplikator für antisozialistische und antikommunistische Vorurteile benutzen. Auch wenn sie es nicht wirklich wollen, tragen sie dazu bei, Ruhm und Ehre derjenigen zu schmälern, die in Spanien mit der Waffe in der Hand gegen den Faschismus kämpften oder der in deutschen Gefängnissen und Konzentrationslagern wegen antifaschistischer Arbeit inhaftierten, gefolterten und ermordeten Personen. Denn sie waren es, die sich daran machten, die DDR aufzubauen. Indem man mangelnden Antifaschismus in der DDR ausmachen will, führt man den Effekt herbei, dass der Blick von der BRD-Geschichte abgelenkt wird. Man wirft der DDR vor, NS-Verbrecher versteckt zu haben und bleibt die Beweise schuldig, und man lenkt davon ab, dass dies in der BRD offizielle Politik war.
Der hier vorgestellte Vortrag wurde schon im Frühjahr 2007 gehalten. Das Thema ist aber nicht ad acta gelegt, sondern ist immer noch hoch aktuell. Ziel war es nicht nur, etwas Allgemeines zum G8-Gipfel zu sagen. Ziel war es, die ökonomischen und politischen Zusammenhänge zu zeigen. Wer gegen den G8-Gipfel demonstriert, muß, um glaubhaft zu sein, auch immer gegen den Kapitalismus demonstrieren. Denn im Kapitalismus liegt letztendlich die Ursache für solche Treffen und für die Politik, die dort beschlossen wird.
Eine Buchverfilmung beurteilen, ohne das Buch gelesen zu, könnte problematisch sein. Aber der Film ist eine eigene Kunstform und hat damit auch einen eigenen Inhalt. Man kann beurteilen, ob ein Film gelungen ist oder nicht, auch wenn man die eigentliche Grundlage nicht kennt. In dem vorliegenden Fall muss man das auch machen, weil der Film „Der Baader-Meinhof Komplex“ für den Schulunterricht angepriesen wird.
Der Film, der uns jetzt in den Kinos näher gebracht wird, führt uns ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte vor Augen. Diesmal handelt es sich nicht um das Dritte Reich oder die DDR, sondern um Geschehnisse in der BRD der 60er und 70er Jahre. Der Film soll den Zuschauer nicht nur schockieren, sondern, wie es in den Unterrichtsmaterialien heißt, mit dem Mythos aufräumen, der um der Baader-Meinhof-Gruppe bestanden haben soll. Um die Scheinheiligkeit der scheinbar revolutionären Ziele zu zeigen, wird dem Zuschauer die Brutalität der Morde, die Kaltblütigkeit des Mordens, das äußerst autoritäre Auftreten einiger Gruppenmitglieder und ihre Vorliebe für schnelle und luxoriöse Autos vor Augen geführt.
Die Leser von offen-siv haben die Diskussion über die Gültigkeit des Wertgesetzes sicherlich aufmerksam verfolgt und sich teilweise daran beteiligt. Dass es auch im ökonomischen Bereich revisionistische Tendenzen gab und in einigen Schattierungen immer noch gibt, bedarf nicht der besonderen Hervorhebung. Das ist schon Grund genug, herauszufinden, worin der Revisionismus tatsächlich besteht.
Herman Jacobs sieht den Revisionismus darin, dass die Aufhebung des Privateigentums an Produktionsmitteln im Sozialismus in Frage gestellt wird. (Jacobs 2007a) Er meint, dass die aufgeworfene Frage des Sozialismus, welcher sich von der bürgerlichen Gesellschaft unterscheidet, nur durch die Aufhebung der alten Gesellschaft der Warenproduktion beantwortet werden kann. Eine neue Gesellschaftsordnung soll modelliert werden, denn er erhebt es zu einer Hauptaufgabe kommunistischer Parteien, sich vorzustellen, wie eine neue Gesellschaft besonders in ökonomischer Hinsicht auszusehen habe. (Jacobs 2008a) Ein Marxist wird sich dabei natürlich fragen müssen, ob es sich dabei um eine wissenschaftliche Herangehensweise an gesellschaftliche Probleme handelt, wenn Parteien veranlasst werden sollen, sich bestimmte Idealbilder einer Gesellschaft zu machen.